Ist die Honigmelone gesund?

Die Honigmelone ist durch den süßen Geschmack eine äußerst beliebte Sommerfrucht. Sie ist leuchtend gelb und hat eine ovale Form. Aber ist die Frucht auch gesund? Welche Inhaltsstoffe enthält sie?

 

Woher kommt die Honigmelone?

Honigmelonen sind eine Gruppe der Zuckermelonen (Cucumis melo). Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse und sind mit Gurken verwandt. Die beiden anderen Gruppen der Zuckermelonen sind Cantaloupe-Melonen und Netzmelonen. Der Ursprung der Honigmelonen liegt in Westafrika. Schon 2.000 vor Christus wurden Sie in Ägypten und im persischen Reich angebaut.

Die Honigmelonen gelangten mit spanischen Seefahrern erst nach Asien und dann nach Europa. Heutzutage werden sie in vielen südeuropäischen Ländern angebaut. Dazu gehören Italien, Südfrankreich, Spanien und Griechenland. Obwohl die Früchte ein warmes Klima brauchen, können sie teilweise auch in Deutschland angebaut werden. In Europa werden sie zwischen Juni und September geerntet.

Honigmelonen haben eine gelbe Schale und ein weißes Fruchtfleisch. Es kann etwas grünlich sein und wird zur Samenhöhle dunkler. Dort ist es dann leicht orange. Sie sind oval und etwa 1,5 bis 3 Kilogramm schwer. Die Schale zeigt kein Netzmuster.

 

Welche Nährwerte enthält eine Honigmelone?

Honigmelonen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie sind für die normalen Funktionen des menschlichen Körpers notwendig. Die Honigmelone kann zur Versorgung mit den folgenden

  • Provitamin A, auch als Betacarotin bekannt (4,6 mg)
  • Vitamin B3 (0,6 mg)
  • Vitamin B6 (0,09 mg)
  • Vitamin C (32 mg)
  • Eiweiß (0,9 g)
  • Kalium (309 mg)
  • Magnesium (13 mg)
  • Eisen (0,2 mg)

Alle Nährwertangaben beziehen sich in der Regel auf eine Menge von 100 Gramm der Frucht. Die Vitamine und Mineralstoffe sind an vielen Prozessen beteiligt. Provitamin A ist gut für die Sehkraft und unterstützt den Eigenschutz der Haut vor UV-Strahlung. Die B-Vitamine unterstützen den Energiestoffwechsel und das Nervensystem. Honigmelonen enthalten relativ viel Vitamin C. Es wirkt als Antioxidans und kann damit die Zellen vor Schäden schützen. Darüber hinaus ist es für eine gute Funktion des Immunsystems wichtig. 150 Gramm Honigmelone können schon den halben Tagesbedarf an Vitamin C decken. Bei Vitamin A kann mit der Menge sogar der gesamte Tagesbedarf gedeckt werden.

Bei den Mineralstoffen ist vor allem viel Kalium in der Honigmelone vorhanden. Es reguliert den Blutdruck und ist an der Weiterleitung der Nervenimpulse beteiligt. Magnesium ist dagegen für eine gesunde Herztätigkeit wichtig. In Reinform wird dieser Mineralstoff gegen Muskelkrämpfe eingesetzt. Eisen ist wichtig für die Blutbildung und einen wachen und leistungsfähigen Zustand.

 

Welche sekundären Inhaltsstoffe finden sich in der Honigmelone?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind Bestandteile der Pflanzen, die für den Menschen keine Energiequelle sind und auch nicht zu den Vitaminen und Mineralstoffen gehören. Trotzdem können sie eine gute Wirkung haben. In der Honigmelone sind vor allem Lycopin und Citrullin enthalten.

Lycopin kann zum Schutz vor Tumoren und Krebs beitragen. Es kann Zellveränderungen entgegenwirken. Darüber hinaus kann es auch die Gesundheit der Knochen unterstützen und wirkt entzündungshemmend.

Citrullin kann gegen Ermüdungszustände wirken. Auch Muskelschwäche und Diabetes können durch den Pflanzenstoff gebessert werden. Citrullin kann auch zu einem gesunden Herz beitragen.

Honigmelonen enthalten relativ wenig Ballaststoffe. Diese Pflanzenstoffe sind verdauungsfördernd, können aber auch zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen. Wer zu solchen Beschwerden neigt, kann die Honigmelone öfter auf den Speiseplan setzen.

 

Kann eine Honigmelone auch beim Abnehmen gegessen werden?

Eine Honigmelone besteht zu etwa 85 Prozent aus Wasser. Damit kann sie den Körper mit Flüssigkeit versorgen und sättigt. Mit 55 Kalorien auf 100 Gramm ist die Frucht kalorienarm. Damit kann sie auch Teil einer kalorienarmen Ernährung zum Abnehmen sein. Vor allem, wenn die Frucht anstatt von Süßigkeiten gegessen wird, kann sie dabei helfen, das Ernährungsziel einzuhalten.

Wer eine reine Melonen-Diät versucht, tut seiner Gesundheit aber nichts Gutes. Eine solche Ernährung ist zu einseitig, was auch über eine kurze Zeit nicht gesund ist. Eine ausgewogene Ernährung sollte aus Gemüse und Obst, gesunden Ölen, Vollkornprodukten, Milchprodukten und magerem Fleisch bestehen. In diesem Rahmen kann die Honigmelone eine gute Ergänzung sein. Weil sie einen glykämischen Index von 62 hat, kann sie auch von Diabetikern gegessen werden.

 

Ist zu viel Honigmelone ungesund?

Bei einigen Menschen kann viel Honigmelone zu Verdauungsbeschwerden führen. Das liegt an der enthaltenen Fructose, dem Fruchtzucker. Dadurch können Blähungen und Bauchschmerzen ausgelöst werden. Vor allem abends kann der Genuss der Honigmelone die Verdauung durcheinanderbringen. Allerdings ist dafür meist eine größere Menge nötig.

Zusätzlich kann die entwässernde Wirkung abends zu einem Problem werden. Die Honigmelone kann zu nächtlichen Besuchen auf der Toilette führen, wenn sie kurz vor dem Abendessen genossen wird. Trotzdem ist sie ein besserer Snack beim Fernsehen als Chips, Flips oder Schokolade.

 

Sind Honigmelonen gesünder als Wassermelonen?

Wassermelonen und Honigmelonen sind gleichermaßen beliebte Melonensorten. Beim Vergleich der enthaltenen Nährwerte zeigen sich Unterschiede in der Menge der Vitamine. Die Honigmelone hat mehr Provitamin A, Vitamin B1 und Vitamin C als die Wassermelone. Beim Vitamin C kann die Honigmelone besonders deutlich führen. Sie hat 32 Milligramm des Vitamins. Die Wassermelone enthält dagegen nur 6 Milligramm. Die Wassermelone kann dagegen nur bei der Menge des Vitamins B2 führen. Die Spurenelemente und Mineralstoffe sind dagegen wieder in der Honigmelone in größerer Menge vertreten.

Der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin ist dagegen mehr in der Wassermelone vorhanden. Es ist auch für die rote Farbe des Fruchtfleisches verantwortlich. Die Wassermelone kann auch mit einem geringeren Zuckergehalt punkten. Dadurch schmeckt diese Frucht besonders erfrischend.

Insgesamt gesehen sind beide Melonenarten gesund. Am besten sollten die Früchte abwechselnd auf dem Speiseplan stehen. Auch der eigene Geschmack kann gut als Entscheidungsgrundlage dienen.

 

Was muss beim Kauf und der Lagerung von Honigmelonen beachtet werden?

Eine reife Honigmelone kann vor allem am Geruch erkannt werden. Zusätzlich gibt die Schale auch auf Druck leicht nach. Eine sehr weiche Honigmelone ist aber wahrscheinlich überreif. Dann schmeckt die Frucht nicht mehr gut. Honigmelonen gehören zu den Früchten, die nachreifen. Deshalb kann sie auch eher unreif gekauft werden.

Eine Honigmelone sollte eher kühl gelagert werden. Tatsächlich ist sie im Kühlschrank gut aufgehoben. So schmeckt sie besser und ist länger haltbar. Je nach Reifegrad kann eine Honigmelone zwischen ein und drei Wochen gelagert werden. Nach dem Anschneiden ist sie nur noch zwei bis drei Tage haltbar. Die Schnittflächen sollten dann mit Frischhaltefolie geschützt werden. Wenn die Kerne direkt entfernt werden, bleibt der Rest der Melone länger genießbar.