Erdbeeren pflanzen Anleitung - so genießt ihr einen reichen Ertrag

Fast jeder liebt sie. Sie sind lecker, knallig rot und als Frucht besonders gesund. Die Rede ist von Erdbeeren. Wer einen eigenen Garten mit Beet oder einen Balkon hat, kann sich die leckeren Früchte auch selbst anpflanzen, um sie im Sommer als Snack zu ernten. Das Pflanzen von Erdbeeren ist besonders einfach, sodass ihr hier keinerlei Vorkenntnisse besitzen müsst, um eine reiche Ernte zu genießen. Allerdings gibt es auch beim Anpflanzen von Erdbeeren einige Kriterien bei der Pflanzung zu beachten, damit ihr die leckeren roten Früchte auch pünktlich ernten könnt. Wir haben für euch die wichtigsten Tipps zum Anpflanzen von Erdbeeren zusammengefasst.

Wann ist die Zeit zum Anpflanze?

Wenn es um das Einpflanzen der Wurzelballen geht, so kann das zu jeder Jahreszeit erfolgen. Zu einer der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Wachstum und einer erfolgreichen Ernte ist es aber wichtig, dass der Boden nicht mehr gefroren ist. Des Weiteren ist der richtige Abstand essenziell. Dieser sollte bei 30 Zentimetern in der Reihe liegen und zwischen den Reihen selbst bei 60 Zentimetern

Geht es um die sogenannten einmaltragenden Erdbeeren, so sollte beachtet werden, dass diese Sorte ihre Blütenknospen im Vorjahr anlegen. Bei den bereits gekauften Jungpflanzen ist die beste Zeit zum Anpflanzen von Mitte Juli bis Mitte August.

Handelt es sich um zweimaltragende Erdbeeren, solltet ihr die Sorte zwischen Anfang und Mitte August anbauen können.

Nun gibt es noch die immertragenden Erdbeeren, welche über die ganze Saison blühen und Früchte tragen. Das Zeitfenster für das Anpflanzen der sogenannten Dauerträger beginnt bereits im Frühling, meistens nach den Eisheiligen. Wer die Monatserdbeeren hingegen erst im Spätsommer oder sogar im Herbst eingepflanzt, wird hingegen oft enttäuscht, weil diese oft nicht so schnell Blüten bilden, sondern erst nach der ersten Winterruhe so richtig Fahrt aufnehmen.

Schritt für Schritt die Erdbeeren anpflanzen

Wenn ihr die Erdbeerpflanzen in ein Beet setzen möchtet, geht es hier schon einmal los. Als Erstes solltet ihr auf jeden Fall die Bodenvorbereitungen treffen. Zwei Wochen danach hat sich auch die Beeterde wieder gesetzt. Am besten solltet ihr einen milden Tag zum Einpflanzen der Erdbeeren wählen. Neben den Erdbeeren braucht ihr am besten Handschuhe, eine Harke sowie eine mit Wasser gefüllte Schale und eine Gießkanne. Dann kann es losgehen.

  • Stellt die Wurzelballen in eine Schüssel mit Wasser und wartet, bis keine Bläschen mehr aufsteigen.
  • Jetzt könnt ihr die Beeterde harken und jäten.
  • Hebt die Pflanzlöcher in einem Abstand von 25 bis 30 cm aus und beachtet dabei einen Reihenabstand von 40 bis 60 cm.
  • Nun werde die Erdbeerpflanzen ausgetopft und mittig in das ausgehobene Pflanzloch gestellt.
  • Der Aushub wird jetzt mit den Händen leicht und vorsichtig mit Erde angefüllt und leicht angedrückt.
  • Jetzt kommt die Gießkanne zum Einsatz. Gießt jede Pflanze nach dem Einpflanzen

Viele Hobbygärtner fragen sich beim ersten Anpflanzen oft, wie tief die Erdbeerpflanze eingepflanzt werden muss. Und tatsächlich spielt die Pflanzentiefe eine wichtige Rolle. Hier gibt es eine Faustregel: Der Wurzelballen wird leicht mit Erde bedeckt, sodass das Pflanzenherz selbst noch gut zu sehen ist.

Anpflanzen von Erdbeeren auf dem Balkon

Auch wenn ihr keinen eigenen Garten habt, jedoch einen Balkon, müsst ihr nicht auf das Pflanzen von Erdbeeren verzichten. Erdbeeren sind, was die Platzansprüche angeht, sehr bescheiden und können daher auch in Töpfen oder Blumenkästen angebaut werden. Dafür sind vorwiegend die immertragenden Pflanzen perfekt geeignet. Das funktioniert am besten nach folgender Anleitung:

  • Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Am besten schön luftig, jedoch ohne pralle Nachmittagssonne.
  • Als Substrat solltet ihr hochwertige Bioerde oder qualitative Kübelpflanzenerde auswählen. Am besten jedoch ohne Torf.
  • Nutzt als Drainage am besten eine ca. 5 cm hohe Schicht aus Blähton. Tonscherben oder Kies unter dem Substrat eignen sich jedoch auch.
  • Als Gefäßvolumen eignen sich Kästen bzw. Töpfe ab einem Fassungsvolumen von bereits fünf Litern. Wichtig dabei ist jedoch, ein Gefäß mit Wasserablauf zu wählen.
  • Der Pflanzabstand sollte bei 15 bis 20 Zentimetern liegen.

Der Standort und die Bodenqualität beachten

Erdbeeren sind nicht besonders anspruchsvoll und sind daher auch für Anfänger unter euch ideal geeignet. Sie wünschen sich jedoch einen sonnigen Standort. Denn je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto süßer werden die Früchte schlussendlich. Des Weiteren solltet ihr schauen, dass der Pflanzort windgeschützt ist, wobei es nicht windstill sein muss, denn schließlich soll das Laub ja auch nach einem Regenschauer trocknen können.

Die Erde sollte locker und durchlässig sein. Staunässe gilt es dabei zu vermeiden. Der Boden sollte zudem einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen und frisch bis leicht feucht sein.

Die Vorbereitung des Bodens

Die Bodenvorbereitung spielt ebenso eine sehr wichtige Rolle. Zwei Wochen vor dem Anpflanzen eurer Erdbeeren geht die Vorbereitung auch schon los. Die Bodenvorbereitung sollte wie folgt ablaufen:

  • Grabt den Boden ca. zwei Spaten tief um
  • Entfernt Verunreinigungen, Wurzeln und Steine
  • Verteilt Laubkompost, Humus oder abgelagerten Stallmist als ca. 5-10 cm hohe Schicht
  • Arbeitet nun noch etwas fruchtbare Erde mit ein

Wichtig: Verwendet auf keinen Fall herkömmlichen Gartenkompost. In der Herstellung von Komposterde werden nämlich unter anderem unterschiedliche Komponenten verwendet, welche den Salz- und den Kalkgehalt in die Höhe treiben. Das mögen die Erdbeerwurzeln überhaupt nicht. Solltet ihr keinen Humus, Stallmist oder Laubkompost haben, könnt ihr auch einfache abgepackte Pflanzenerde ohne Torf nutzen. Diesen bekommt ihr in jedem Gartencenter.

Mischkurltur bei Erdbeeren

Viele Erdbeerliebhaber pflanzen diese auch gemeinsam mit anderen Pflanzen ein, um etwas Abwechslung in den Garten zu bringen. Die Artenvielfalt im eigenen Garten kann so stark variiert werden. Allerdings ist es wichtig, dass ihr die Pflanzennachbarn immer mit Bedacht auswählt. Im Folgen möchten wir euch zeigen, welche Pflanzen zu Erdbeeren passen und welche nicht besonders gern gesehen sind.

Gute Nachbarn für Erdbeeren:

  • Zwiebeln
  • Schnittlauch
  • Dill
  • Petersilie
  • Tagetes
  • Knoblauch
  • Kopfsalat
  • Feldsalat

Keine guten Nachbarn:

  • Kohl
  • Kartoffeln
  • Rosen
  • Tomaten
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Gurken
  • Kürbis
  • Zucchini

Vermehrung durch Ableger

Die Erdbeeren gedeihen in der Regel als sogenannte mehrjährige Stauden. Diese haben aber nur eine zeitlich begrenzte Lebensdauer. Meistens ist nach zwei bis drei Jahren guter Ernte Schluss. Im vierten Jahr geht die Ernte bereits stark zurück und auch die Fruchtqualität nimmt ab. Der Wechsel zu einem neuen Standort ist also unumgänglich und sollte daher auch rechtzeitig in Angriff genommen werden. Auf Wunsch könnt ihr auch zugekaufte Jungpflanzen dazu pflanzen. Allerdings könnt ihr auch die Spitzenkräfte markieren und dessen vitalen Ableger nutzen. So habt ihr neue Pflanzen zum Nulltarif.

Das funktioniert so:

  • Markiert euch im zweiten Jahr die besonders ertragreichen Pflanzen
  • Sucht euch einen gesunden Ableger, welcher besonders nah an der Mutterpflanze wächst
  • Grabt den Ableger mit einer kleinen Schaufel frei, ohne ihn dabei von der Mutterpflanze zu trennen.
  • Grabt ein kleines Tontöpfchen ein und befüllt es mit der Erde
  • Legt den Ableger auf das Substrat und drückt ihn vorsichtig an

Das hat zur Folge, dass die Mutterpflanze den Ableger immer noch mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Währenddessen bildet sich in dem Tontopf jedoch bereits ein eigenes Wurzelsystem. Wenn ihr nun nach einigen Wochen den Ableger vorsichtig anhebt und einen kleinen Widerstand merkt, könnt ihr den Ableger von der Mutterpflanze trennen. Hebt dazu den Tontopf mit der neuen Jungpflanze aus dem Boden und wählt einen passenden und sonnigen Standort aus, wo bisher noch keine Erdbeeren oder Rosen standen.

Weitere Tipps

Bei jungen Erdbeerpflanzen oder dann, wenn es mal nicht regnet, solltet ihr eure Erdbeerpflanzen täglich ausreichend gießen. Zur Pflegeroutine gehört ebenso das regelmäßige Jäten von Unkraut dazu. Aber Finger weg von der Gartenharke, mit dieser könntet ihr die empfindlichen und flachen Wurzeln schnell verletzen. Am besten ist es, wenn ihr das Unkraut einfach heraus zupft. Durch das Mulchen oder das Verteilen von getrocknetem Rasenschnitt sowie Stroh könnt ihr das Wachsen von Unkraut reduzieren.

Nach Ende der Erntezeit könnt ihr das Stroh einfach wieder entfernen. Jetzt heißt es, die Erdbeeren zurückzuschneiden. Dazu ist es wichtig, die neuen Ausläufer abzuschneiden, welche nicht der Vermehrung der Erdbeerpflanzen dienen. Des Weiteren solltet ihr die Blätter entfernen, da sich hier schnell pathogene Erreger sammeln. Wichtig ist, dass das Pflanzenherz bleibt.

Nach der Ernte solltet ihr die Erdbeeren zusätzlich düngen, weil nun schon die Knospen für das kommende Jahr angelegt werden. Lockert dazu einfach den Boden ein wenig auf und besorgt euch einen passenden Beerendünger.

Selbst wenn die Erdbeeren als winterhart gelten, könnt ihr ihnen über die kalte Jahreszeit ein wenig behilflich sein. Abdeckungen aus Vlies sind dafür besonders gut geeignet. Zusätzlich könnt ihr auch eine dicke Mulchschicht aus Herbstlaub oder Laubkompost verwenden. Wenn ihr die Erdbeeren in Balkonkästen habt, könnt ihr einfach etwas Jute oder Flies sowie Noppenfolie drumherum machen.

Fazit rund um das Anpflanzen von Erdbeeren

Das Anpflanzen und das Pflegen von Erdbeeren ist kein Hexenwerk. Sie eignen sich sowohl für den Balkon als auch den Garten und können sowohl mit Gartenerde und Kompost als auch mit gekaufter Erde angepflanzt werden. Zusätzlich ist auch die Pflege der Pflanzen sehr übersichtlich.

Wir wünschen euch viel Erfolg und einen reichen Ertrag!


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